Keine Wahl


Textdichter: Carsten Langner

Komponist: Carsten Langner

Verlag: Macht der Lieder Musikverlag

 

Erschienen auf: VON WEGEN (2017)


Alles, was hier grad passiert,
Dass die Dummheit wieder explodiert,
Blind vor Zorn durchs Land marschiert,
Das passiert, weil wir es dulden.

Es ist Zeit, den Kurs zu dreh’n.
Wer sich treiben lässt, wird untergeh’n,
Statt dem Strom zu widersteh’n,
Wenn wir weiter all das dulden.

Refrain:

Wenn nicht endlich was geschieht,
Dann hilft uns später auch kein Lied,
Denn dann kehr’n zurück die Zeiten
Der Gewalt und Unfreiheiten.

Sind die, die das woll’n, erst in der Überzahl,
Ja, dann haben wir am Ende wieder mal
Keine Wahl.

Es ist wie in dunkler Zeit,

Schmales Denken macht sich wieder breit
Und steht längst zur Tat bereit,
Geht zu weit, wenn wir es dulden.

Dass man rost’ge Trommeln rührt,
Neuen Hass mit alten Ängsten schürt,

Lechzt nach einem, der uns führt,
Dürfen wir nicht länger dulden!

Da, wo Scharfmacher mit stumpfen
Lügen vor dem Mob auftrumpfen,
Wo die untoten Chaoten
Sich gerier’n als Patrioten,
Wo wir schweigend dulden soll’n,
Lasst uns schreien, giften, groll'n!

Wir sind Menschen, alle gleich,
Gäste unter diesem Himmelreich.
Menschlichkeit macht Steine weich,
Lässt uns Mauern überwinden.
Und nur, wenn wir Brücken bau’n,
Achtungsvoll an and’re Ufer schau’n,
Wenn wir lernen, zu vertrau’n,
Werden wir auch Frieden finden.

(Refrain)


Nachdruck und jegliche weitere Veröffentlichung nur mit ausdrücklicher schriftlicher Genehmigung von Macht der Lieder / Carsten Langner!