10.07.2010
Auf dieser Seite finden Sie ausgewählte journalistische Beiträge von mir zum Nachhören.

Das Bundesarbeitsgericht hat am Mittwoch die Tarifeinheit gekippt. Mit ihrem Urteil brachen die Erfurter Richter den jahrzehntelangen Grundsatz "Ein Betrieb - ein Tarifvertrag". Künftig sind in einem Unternehmen mehrere Tarifverträge konkurrierender Gewerkschaften nebeneinander möglich.
Im "KielFM Weckruf" habe ich am Donnerstag mit dem Vorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftsbundes im Norden, Uwe Polkaehn, telefoniert. Er sieht in dem Urteil einen "Anschlag auf die Solidarität" und fordert neue gesetzliche Regelungen, um negative Auswirkungen der Entscheidung auf Beschäftigte und Unternehmen zu vermeiden.
Er sehe die Gefahr einer betrieblichen Aufsplitterung und Gefährdung der Solidarität, weil es in einigen Unternehmen manchen Organisationen nur darum gehe, eine Klientelpolitik zu betreiben, so Polkaehn. Seiner Meinung nach dürfe es deshalb in allen Unternehmen nur einen Tarifvertrag geben, der für alle Beschäftigten gelten müsse. Dabei sollte die Gewerkschaft mit den meisten Mitgliedern die Tarifverhandlungen für die Arbeitnehmer führen. Das bedeute aus seiner Sicht nicht, dass man kleinere Gewerkschaften oder gewerkschaftsähnliche Organisationen nicht ernst nehme, sagte Polkaehn weiter. Allerdings dürften deren Aktivitäten nicht dazu führen, dass die Tarifeinheit gefährdet werde.
Das Wasser an einzelnen Spiel- und Badebereichen von 22 Stränden an Nord- und Ostsee ist vielfach zu stark mit Keimen belastet. Das ergab ein Test des ADAC, bei dem an 72 Stellen das Badewasser untersucht wurde. In fast einem Viertel der Fälle wurden die Grenzwerte teils mehrfach und oft auch sehr hoch überschritten. An insgesamt 17 Stellen trüben Fäkalbakterien das Badevergnügen.
Im "KielFM Weckruf" habe ich am Donnerstag mit ADAC-Testleiter Nicolas Adunka telefoniert.